Extreme Rechte im Rhein-Main-Gebiet

Vortrag am 25.02.2026 um 18:30 Uhr im Klapperfeld

Frankfurt am Main war auch im Jahr 2025 kein einfacher Ort für Neonazis und die extreme Rechte: Nach nur wenigen Monaten waren die rechten Demonstrationen, die unter dem Label „Gemeinsam für Deutschland“ monatlich durch Frankfurt liefen, schon wieder am Ende. Mehrere erfolgreiche Blockaden von Frankfurter Antifaschist*innen, interner Zwist und öffentlicher Gegenwind sorgten dafür, dass die zuletzt wenigen Aktiven einpackten. Damit reihte sich dieser Versuch, eine Bewegung aufzubauen, in die zahlreichen gescheiterten rechten Straßenkampagnen, die stets am breitem Gegenprotest scheiterten. Auch die AfD als bundesweit einflussreichste extrem rechte Kraft agiert in der Stadt meist defensiv und mit begrenzter öffentlicher Präsenz. Diese Situation ist ein Erfolg der jahrzehntelangen Praxis eines konfrontativen Antifaschismus, der von autonomen und subkulturellen Gruppen bis hin zur bürgerlichen Zivilgesellschaft reicht und große Teile der Frankfurter Stadtgesellschaft geprägt hat.

Also alles gut? Für ein Zurücklehnen scheint es leider keinen Anlass zu geben. In einer Zeit, in der autoritäre Bewegungen weltweit erstarken, demokratische Institutionen unter Druck geraten, progressive Politik repressiv verfolgt wird und rechte Parteien in vielen Ländern bereits Regierungsverantwortung tragen oder anstreben, bleibt Frankfurt zwar vom Schlimmsten verschont. Aber natürlich existiert auch im Rhein-Main-Gebiet eine extreme Rechte, die sich in den letzten Jahren – wie bundesweit – weiter ausdifferenziert und modernisiert hat. In einer politischen Landschaft, die von multiplen Krisen geprägt ist – vom Krieg in Europa über globale Fluchtbewegungen bis hin zu sozialen Verwerfungen infolge von Inflation, Wohnungsnot und Sozialabbau – finden rechte AkteurInnen neue Anknüpfungspunkte. Neben der parteiförmigen extremen Rechten, die sich heute vor allem in der AfD und ihrem Umfeld organisiert, sind auch verschwörungsideologische Milieus weiterhin präsent. Zwar haben sie im Vergleich zur Hochzeit der CoViD-19-Pandemie an Mobilisierungsstärke eingebüßt, doch können sie nach wie vor auf niedrigem Niveau konstant AnhängerInnen mobilisieren. ReichsbürgerInnen, SouveränistInnen und die rechte Esoterikszene agieren meist jenseits der öffentlichen Aufmerksamkeit – auch aus der antifaschistischen Szene. Klassische Neonazis organisieren sich hingegen in Kameradschaften oder Bruderschaften, wobei neue Jugendgruppen aus diesem Milieu 2025 für besondere Aufmerksamkeit sorgten. Weiterhin existiert auch im Rhein-Main-Gebiet das Milieu der Studentenverbindungen, in dem junge Männer autoritäre, nationalistische und antifeministische Weltbilder einüben. Die christliche Rechte möchte die körperliche Selbstbestimmung von Schwangeren einschränken, während die proprietaristische Rechte ihren Vorbildern Javier Milei und Elon Musk nacheifert und den Sozialstaat gern ersatzlos abgeschafft sähe.

Die extreme Rechte ist also facettenreich, und alle Facetten finden sich auch in unserer Region. Angesichts eines gesellschaftlichen Klimas, in dem Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus und autoritäre Lösungsversprechen wieder offener artikuliert werden, bleibt eine solidarische, demokratische Gesellschaft darauf angewiesen, diesen Ideologien der Ungleichwertigkeit entschieden entgegenzutreten. Dazu gehört nicht nur politischer Widerstand, sondern auch Wissen über die AkteurInnen, Strategien und Erzählungen der extremen Rechten. Nur wer ihre Erscheinungsformen kennt, kann ihnen wirksam widersprechen. Der Vortrag nimmt daher die verschiedenen Spektren der extremen Rechten in den Blick, ordnet sie in aktuelle politische Entwicklungen ein und diskutiert ihre Bedeutung und Gefahr.

Einsteiger*innentreffen im Februar

Schreibt uns eine Mail oder auf Insta für den Ort – wir freuen uns auf euch!

Treffen für Interessierte im Januar

Das nächste offene Treffen für Interessierte findet nächsten Freitag (30.01.2026) um 16 Uhr statt. Schreibt uns für den Ort! Wir freuen uns immer über neue Gesichter und Ideen!

Morgen kochen wir wieder im Ex – kommt rum und bringt eure Freund*innen mit 🙂

Widersetzen-Party

Zwei Wochen vor dem Protest Wochenende: Entspannt tanzen und mit Frankfurter Antifaschist*innen connecten 🙂

Auf die Straße gegen patriarchale Gewalt!

Demo: all gender
Front-Block: flinta* only

Gewalt gegen FLINTA*s ist alltäglich und normalisiert: Diskrimierung am Arbeitsplatz, in der Gesundheitsversorgung, bei der Jobsuche, in unseren Familien und auf der Straße, verbale und physische Übergriffe und Femizide und transfeindliche Morde.

Zudem erleben wir ein weltweites Erstarken rechter und damit antifeministischer Kräfte mit seinen politischen Konsequenzen: uns wird genommen, wofür Feminist*innen jahrhundertelang gekämpft haben!

Wir vereinen beide Tage in einer Demo, weil kapitalistische und patriarchale Zwänge Frauen und Queers aufgrund ihrer gesellschaftlichen Position besonders stark einschränken. Wir sind zwar unterschiedlich betroffen, aber kämpfen für das Gleiche: für die Überwindung von Patriarchat und Kapitalismus.

Wir sind traurig und wir sind wütend und diese Wut wollen wir auf die Straße bringen. Wir bleiben laut, wir bleiben sichtbar, wir bleiben unbequem und wir bleiben kompromisslos. Wir kämpfen Seite an Seite für eine bessere Zukunft und unsere feministische Utopie.

WHOSE STREETS? OUR STREETS!

OAT im November

Auch im November freuen wir uns über neue Menschen!

Kommt vorbei, wenn ihr Bock auf feministischen Antifaschismus habt oder politisch aktive Leute kennenlernen wollt 🙂

Jeden Montag wieder…

Kundgebung gegen AbtreibungsgegnerInnen

20.10.2025 | 13 – 15 Uhr | Beethovenstraße 71